Bass Methode
Die Bass Methode wird bei gesunden sowie entzündetem Zahnfleisch und normalen Verhältnissen des Zahnhalteapparates empfohlen.
Die Zahnbürste wird in einem 45 Grad Winkel zur Zahnachse gehalten, am Zahnfleischsaum angesetzt und in rüttelnden Bewegungen gegen das Zahnfleisch gedreht. Die Bass-Methode ist nicht ganz einfach zu erlernen und sollte von Fachpersonal instruiert werden. Wesentlich einfacher ist eine Zahnreinigung mittels elektrischer Zahnbürste.
Stillmann Methode
Die Stillmann Methode wird vor allem Patienten mit bestehenden Zahnfleisch-Rezessionen (Rückgang) oder keilförmigen Defekten empfohlen. Die Stillmann Methode sollte von Fachpersonal instruiert werden.
Fones Methode
Die Fones Methode wird vor allem bei Kindern empfohlen, da sie relativ einfach zu erlernen ist. Die Zahnbürste wird in einen 90 Grad Winkel zur Zahnachse gebracht. Mit kreisenden Bewegungen wird die Zahnoberfläche gereinigt.
Zahnbürste und Zahnpaste sind für die Reinigung der Zahn-Zwischenräume nicht geeignet und müssen durch zusätzliche Hilfsmittel ergänzt werden. Folgende Hilfsmittel kommen dafür in Frage:
Zahnhölzer
Zahnhölzer sind dreieckig geformt und gibt es
Richtig angewandt können sie nicht nur die bakteriellen Zahnbeläge entfernen, sondern zusätzlich das Zahnfleisch massieren und so Entzündungen (interdentale Gingivitis) reduzieren.
Interdentalbürstchen
Unter Interdentalbürstchen versteht man feine Drähte, welche mit Borsten versehen sind. Diese gibt es in verschiedenen Größen so dass sie den verschiedenen Zahn-Zwischenräumen optimal angepasst werden können. Die Reinigungswirkung der Interdentalbürstchen ist sehr gut. Sie kommen in Situationen, bei denen die benachbarten Zähne keinen gemeinsamen Kontaktpunkt mehr aufweisen, zur Anwendung.
Zahnseide
Die Zahnseide ist das Mittel der Wahl, solange enge Zahnkontakte bestehen. Die Zahnseide wird durch den Kontaktpunkt gezogen und reinigt diesen somit optimal .Die Reinigung der Zahnzwischenräume mit der Zahnseide ist, nebst der Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnpaste, die wirkungsvollste Maßnahme ihre Zähne vor Karies zu schützen
Munddusche
Die Anwendung der Munddusche wird in unserer Praxis nicht empfohlen, da sie nur oberflächlich Speisereste entfernt, nicht aber den schädlichen bakteriellen Zahnbelag.
Bei unsachgemässer Anwendung von Mundduschen kann es durch den Wasserstrahl zu Verletzungen in der Tiefe der Zahnfleischtasche kommen. Unter Umständen gelangen Bakterien somit in den Blutkreislauf (Bakterieämie).
ZAHNBÜRSTEN
Empfohlen wird eine weiche bis mittelharte Zahnbürste mit einem geraden, kleinen Feld von Kunststoffborsten. Sie sollte spätestens alle zwei Monate gewechselt werden, weil sich die Borsten abnutzen und Bakterien, Pilze und Viren mit der Zeit die Bürste besiedeln. Kinder benutzen eine Kinder- oder Babyzahnbürste.
Elektrische Zahnbürsten sind kein Luxus, ihre kleinen, rotierenden Bürstenköpfe reinigen optimal. Bei den modernen Modellen vibriert der von einem kleinen Elektromotor angetriebene Bürstenkopf im Schallbereich, wodurch Zahnbeläge rüttelnd entfernt werden.
Fluoridhaltige Zahnpasta hilft entscheidend, das Kariesrisiko zu vermindern. Kleinkinder, die oft einen größeren Teil der Reinigungscreme verschlucken, sollten statt der üblichen eine Kinderzahnpasta mit geringerer Fluoridmenge benutzen. Die Zahnpasta sollte keine zu grobkörnigen Putzsubstanzen (wie etwa Kreide oder Salzkristalle) enthalten, weil damit der Zahnschmelz geschädigt werden kann.
Fluoridhaltige Mundspülungen sind sinnvoll, ersetzen aber nicht die Mundhygiene. Spüllösungen, die bakterienabtötende oder zahnhärtende Wirkstoffe wie Chlorhexidin, Zinkchlorid oder Amin- und Zinnfluorid enthalten, sollten nur nach ärztlicher Verordnung, zum Beispiel bei Zahnfleischerkrankungen, benutzt werden.
Ebenfalls gut geeignet für zwischendurch: zuckerfreie Zahnpflegekaugummis. Sie reinigen die Zähne nur oberflächlich und regen den Speichelfluss an. Das ist besonders wichtig nach dem Genuss saurer Speisen und Getränke. Dann ist ausnahmsweise die Zahnbürste mal nicht das beste Reinigungsmittel: In Kombination mit Säure greift die Bürste den Zahnschmelz an. Der durchs Kaugummikauen gebildete Speichel hingegen kann Säurereste wegschwemmen.

* Dreimal täglich nach den Hauptmahlzeiten die Zähne putzen. Ausnahme: Nach dem Genuss besonders saurer Speisen und Getränke lieber einen Zahnpflegekaugummi nehmen. Sofortiges Putzen würde die Säuren erst richtig in die Zähne einreiben.
* Einmal täglich die mit der Zahnbürste schwer zugänglichen Zahnzwischenräume und die "Kontaktpunkte" der Zähne zu reinigen. Dort kommt es oft zu Zahnfleischentzündungen oder Karies.
* Zahnpflegekaugummis kauen. Dadurch wird der Speichelfluss angeregt, der pH-Wert im Mund erhöht und das Bakterienwachstum gehemmt.
* Zwischen den Mahlzeiten nur ungesüßte Getränke trinken, am besten Mineralwasser.
* Zahnpasta mit Fluorid verwenden. Die Fluorsalze machen den Schmelz widerstandsfähiger gegen Karies.
Zahnpflege - FRÜH ÜBT SICH
Milchzähne müssen nicht geputzt werden? Weit gefehlt! Gesunde Milchzähne sind die beste Garantie, dass der Nachwuchs auch im Erwachsenenalter mit einem strahlenden Lächeln beeindrucken kann. Damit Kinder von Anfang an den richtigen Umgang mit ihren Zähnen lernen, sollten Eltern mit einem guten Beispiel vorangehen Für gesunde Zähne bis ins hohe Alter ist es entscheidend, Kindern von Anfang an klar zu machen, wie wichtig Zahnpflege und Mundhygiene sind. Daher ist Putzen angesagt, sobald die ersten Beißerchen zu sehen sind. Das übernehmen anfangs natürlich die Eltern.
Selbständige Pflege
Im Kindergartenalter können Kids die Reinigung und Pflege ihrer Zähne aber selbst in die Hand nehmen. Allerdings wird empfohlen, dass die Eltern bis zum Schulalter nach putzen. Manche Kinder tun sich mit der Zahnpflege schwer. Ob Karius und Baktus ihr Milchgebiss bedrohen, ist ihnen ziemlich egal. Kleine Pflege-Muffel sind nur schwer mit Moralpredigten, Zwang oder gar Strafen zu überzeugen. Den Nachwuchs spielerisch an die Zahnpflege heranzuführen, ist auf jeden Fall die bessere Lösung. Lassen Sie Ihr Kind beispielsweise zuschauen, wenn Sie selbst Zähne putzen. Darf es dann seine eigene Bürste in die Hand nehmen, steigt das Interesse. Oder lassen Sie sich zuerst von Ihren Sprösslingen die Zähne putzen. Danach kehren Sie das Spiel um.
KAI-Methode
Wichtig ist es dabei von Anfang an, die Milchzähne mit System von Belägen und Speiseresten zu befreien. Damit kein Zahn übersehen wird, raten Experten, die Beißer nach der so genannten KAI-Methode zum Glänzen zu bringen: Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen. Gut zu wissen: Auf den Kauflächen darf kräftig hin- und hergeschrubbt werden, die Außenflächen werden hingegen kreisförmig geputzt, die Zahninnenflächen wie mit einem Handfeger “ausgefegt”.
Die richtige Zahnbürste
Das optimale Handwerkszeug für Kinderzähne ist dabei eine hochwertige Zahnbürste mit kurzem Bürstenkopf, abgerundeten Kunststoffborsten und breitem, rutschfestem Griff. Klar, dass es auch auf die Wahl der richtigen Zahnpasta ankommt. Zahnmediziner empfehlen heute, bereits die ersten Milchzähnchen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu pflegen. Ab dem zweiten Geburtstag gehört täglich zweimal eine erbsengroße Menge Zahncreme auf die Bürste.
FLUORIDIERUNG DER MILCHZÄHNE
Nach Absprache mit dem Kinderarzt nehmen Kinder bis zum 2. Lebensjahr D-Fluoretten/ Zymafluor.
Beginnend mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollte die Fluoridanwendung einmal am Tag- nach einer Mahlzeit- mit einer etwa erbsengroßen Menge Kinderzahnpaste – mit 500 ppm Fluorid von den Eltern gereinigt werden.
Ab dem 2. Geburtstag soll zweimal am Tag geputzt werden. Mit zunehmendem Alter profitiert ein Kind bei leicht steigendem Salzkonsum von systemischem Fluorid, wenn fluoridhaltiges Salz im Haushalt verwendet wird.
Eltern fragen – Experten antworten: 3 Fragen und Antworten zum Thema Milchzähne
Milchzähne bleiben nur ein paar Jahre. Warum ist es trotzdem wichtig, sie gut zu pflegen?
Milchzähne sind wichtig für die Zerkleinerung der Nahrung und für die richtige Sprachbildung. Gleichzeitig sind sie Platzhalter für die später nachrückenden bleibenden Zähne. Frühzeitiger Zahnverlust wirkt sich daher nachteilig auf die Gesundheit Ihres Kindes und auf die Stellung der bleibenden Zähne aus.
Was kann ich für die Gesunderhaltung der Zähne meines Kindes tun?
Neben dem regelmäßigen Entfernen von Zahnbelägen durch Zähneputzen, sollte allzu häufiger Genuss von zuckerhaltigen Speisen und Getränken sowie von saurem Obst oder Säften vermieden werden(hierzu zählen auch Bananen, Früchtetees, Apfelschorle ). Der Zahnschmelz wird so leicht von Karies angegriffen. Bei Säften ist diese Gefahr auf Grund der Fruchtsäuren noch größer.
Brauchen Milchzähne eine spezielle Zahnpasta?
Bis zum Durchbruch der bleibenden Zähne, also bis ca. zum 6. Lebensjahr, sollte mit einer speziellen Kinder-Zahnpasta geputzt werden, die das Reinigen der Zähne unterstützt und Aminfluorid, den wichtigen Kariesschutz, enthält. Gemäß der Empfehlung europäischer Experten für Zahnheilkunde sollte eine Kinder-Zahnpasta weniger Fluorid als eine Zahnpasta für Erwachsene enthalten, nämlich nicht mehr als 500 ppm . Dies verhindert, dass kleine Kinder, die das Ausspucken noch nicht sicher beherrschen, zu große Fluoridmengen verschlucken. |